Anleitungen zur Fotobearbeitung

Anleitung für HDR (High Dynamic Range)-Fotografie

anhand von CyberLink Learning Center

Falls Sie schon einmal Fotos von Objekten unter freiem Himmel mit großer Helligkeit und hohem Kontrastumfang geschossen haben, dann haben Sie sicherlich bemerkt, dass entweder Objekte oder der Himmel nicht scharf genug dargestellt werden. Das liegt daran, dass der Bereich zwischen Lichtern und Schatten (Dynamischer Bereich) zu groß ist, sodass dieser nicht in einem einzigen Foto erfasst werden kann. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie mit HDR dieses Problem umgehen können.

Als erstes gehen wir ein wenig auf den Begriff "Dynamischer Bereich" in der Fotografie ein. Dynamischer Bereich beschreibt das Verhältnis zwischen den hellsten (Lichtern) und dunkelsten (Schatten) Bereichen. Das menschliche Auge kann im Gegensatz zu einer Kamera viel mehr Helligkeitsgrade erkennen. Es kann einen Bereich von 10.000:1 erkennen, wobei eine Digitalkamera nur einen Bereich von 1.000:1 erfassen kann. Sie können normalerweise ein Objekt belichten, wobei der Himmel verschwommen dargestellt wird oder Sie belichten den Himmelbereich und das Objekt bleibt dagegen dunkel.

Im Grunde genommen schießt man bei einem HDR-Foto zwei oder mehrere Belichtungsreihen. Belichtungsreihen sind vereinfacht erklärt, Fotos von einem gleichen Objekt, welche mit verschiedenen Belichtungszeiten (Verschlusszeit) oder Blendeneinstellungen aufgenommen worden sind. Mit einer Software für Post-Produktion, wie z.B. PhotoDirector können Sie die Fotos zusammenführen und als ein einzelnes Foto mit dem meisten Licht und Farben für ein Objekt darstellen.

Was Sie benötigen, um ein HDR-Bild zu erstellen

Für beste Ergebnisse empfehlen wir Ihnen:
  1. Eine Digitalkamera mit oder ohne Belichtungsreihenautomatik. Falls die Kamera keine Belichtungsreihenautomatik besitzt, dann benötigen Sie auf jeden Fall ein Stativ. Wenn Sie keine Belichtungsreihe verwenden, dann müssen Sie die Belichtungszeit und Blende zwischen jedem Foto per Hand einstellen. Sie dürfen hierbei aber die Kamera nicht bewegen, ansonsten kann Ihre Fotobearbeitungssoftware Ihre Bilder nicht zusammenführen.

  2. Ein Stativ oder sonstige Ausrüstung zum Stabilisieren der Kamera wird strengstens empfohlen, damit Sie beste Ergebnisse erzielen können. Falls Ihre Kamera eine Belichtungsreihenautomatik besitzt, können Sie Ihre Fotos auch ohne Stativ schießen. Vergewissern Sie sich, dass Sie die schnellste Belichtungszeit Ihrer Serienaufnahmefunktion einstellen, um Bewegungen zwischen einzelnen Fotos zu minimieren. Die Funktion "Bilder ausrichten" von PhotoDirector hilft beim Zusammenfügen von Fotos in eine Belichtungsreihe, kann aber Fotos mit stark "unterschiedlichen" Positionen nicht in eine Belichtungsreihe kombinieren. Aus diesem Grunde empfehlen wir Ihnen, dass Sie Ihre Kamera stabil positionieren, sodass Sie eine Sequenz problemlos schießen können.

  3. Software für das Zusammensetzen von HDR-Fotos (PhotoDirector). Es gibt zahlreiche verschiedene Programme für Fotobearbeitung. In diesem Tutorial zeigen wir Ihnen PhotoDirector. Die Software liefert sechs verschiedene Algorithmen zum Zusammenführen von Fotos für eine noch realistischere und surreale Atmosphäre, damit Sie die Fotos genau so darstellen können, wie Sie möchten.

Sobald Sie Ihre komplette Ausrüstung zusammengestellt haben, kann es sofort losgehen. Hier ein paar Tipps für perfekte Fotos:

  • Bei starken Kontrasten, wie z.B. bei Sonnenaufgängen und –untergängen, nehmen Sie am besten verschiedene Fotos mit unterschiedlichen Belichtungen im manuellen Modus auf, damit Sie einen großen Helligkeitsbereich (Lichtern) erfassen.

  • HDR und Belichtungsreihen sind nur für unbewegliche Gegenstände geeignet. Es ist äußerst schwierig, bewegende Objekte zu erfassen. Wählen Sie eine Szene, welche sich mindestens für die nächsten 10 Sekunden nicht bewegt.

  • Wählen Sie eine Highspeed-Speicherkarte. Schnellere Schreibgeschwindigkeiten helfen Ihrer Kamera dabei, Ihre Fotos schneller zu speichern.

  • RAW-Fotos für bessere Qualität

  • Nehmen Sie 3 oder 9 Fotos mit verschiedenen Belichtungen auf, damit Sie alle Lichter erfassen. Sie müssen nicht alle Fotos in PhotoDirector zusammenfügen, manchmal reicht es vollkommen aus, nur 2 oder 3 Fotos zusammenzustellen, um einen optimalen visuellen Effekt zu erstellen.

  • Experimentieren und spielen Sie ein wenig herum. Manchmal braucht es ein bisschen Zeit und Geduld, sobald Sie aber ein Gefühl dafür entwickelt haben, dann können Sie eine Menge Spaß mit künstlerischen Effekten erleben.

Wie man Fotos mit PhotoDirector zusammenfügt

Importieren Sie als Erstes die Belichtungsreihe in Ihre Bibliothek:

Wählen Sie links im Panel "Bearbeiten" und dann “HDR”:

Ziehen Sie Fotos per Drag-and-drop in das Hauptpanel. Sie können bis zu 5 Fotos in eine Belichtungsreihe zusammenfügen. In diesem Beispiel fügen wir 3 Fotos zusammen: ein Unterbelichtetes, um die Farben des Himmels zu erfassen, eins für mittlere Farbtöne und ein Letztes für die Highlights.

Wählen Sie das Hauptfoto und klicken Sie auf "Zusammenfügen", um das HDR-Foto zu erstellen

Sie können Ihre HDR-Effekte mit einer Auswahl an Vorlagen schnell anpassen mit Funktionen wie Schein, Kante, Detail und Farbton per Hand anpassen, um den gewünschten HDR-Effekt zu erstellen. Sie können das Foto bedenkenlos verändern, das Originalfoto wird nicht verändert.

Sobald Sie Ihr gewünschtes Ergebnis haben, klicken Sie auf "Speichern". Kehren Sie zurück zum Hauptmenü von PhotoDirector, Ihr HDR-Foto wird automatisch in die Bibliothek importiert.

Im fertigen HDR-Foto sind Staubpartikel leichter zu erkennen. Benutzen Sie das Werkzeug "Kopierstempel/Reparieren", um das Foto zu säubern.

Und hier ist das fertige Bild:

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