Video-Tutorials und Erklärvideos erstellen

Ein Erklärvideo vermittelt einen Sachverhalt in kurzer Form anschaulich per Video. Ein Tutorial-Video zeigt Schritt für Schritt, wie eine konkrete Aufgabe erledigt wird. Beide Formate gehören zu den beliebtesten Inhalten auf YouTube: von Produktanleitungen über Beauty-Tipps und Heimwerker-Anleitungen bis zu Lernvideos für die Schule.
In diesem Artikel zeigen wir dir jeden dieser Schritte in der Praxis. Als Beispiel verwenden wir PowerDirector 365, eine Videoschnittsoftware für Windows und macOS.
- Erklärvideo erstellen - Die Grundlagen
- Das brauchst du für dein Tutorial-Video
- Ein Erklärvideo erstellen mit PowerDirector
- Intro für das Tutorial-Video erstellen
- Grafische Elemente verwenden
- Voiceover und Hintergrundmusik
- Erklärvideo untertiteln
- Häufige Probleme und wie du sie löst
- Erklärvideo erstellen - Häufig gestellte Fragen
Erklärvideo erstellen - Die Grundlagen

Bevor die erste Aufnahme läuft, lohnt sich die Planung. Diese Faktoren entscheiden über die Wirkung deines Erklärvideos:
- Zielgruppe: Vorwissen, Tempo und Tonalität bestimmen Stil und Länge. Ein Lernvideo für die 7. Klasse funktioniert anders als eine Anleitung für Fachhandwerker.
- Skript: Auch ein Stichpunkt-Skript verhindert Versprecher und Umwege. Notiere die Kernaussage in einem Satz, bevor du filmst.
- Aufnahmetechnik: Aufwendige Kameratechnik ist nicht nötig. Ein aktuelles Smartphone auf einem Stativ liefert für Tutorial-Videos brauchbare Ergebnisse.
- Bildschirmaufnahme: Für Software-Tutorials brauchst du einen Screen Recorder, wie er in PowerDirector enthalten ist.
- Intro und Outro: Besonders bei einer Serie schafft ein wiederkehrendes Intro Wiedererkennung. PowerDirector enthält dafür einen Intro-Designer.
- Grafische Hervorhebungen: Pfeile, Kreise und Sprechblasen lenken den Blick auf die Stelle, um die es gerade geht. Das reduziert Rückfragen in den Kommentaren.
- Voiceover oder Titel: Erklärungen wirken als Voiceover am natürlichsten. Videos ganz ohne Sprache brauchen dafür klare Titel und passende Hintergrundmusik.
Das brauchst du für dein Tutorial-Video
Für die Schritte in diesem Artikel benötigst du:
- Software: PowerDirector 365 für Windows oder macOS. Die kostenlose Version PowerDirector 365 Essential kann dauerhaft genutzt werden; Stockmedien und einige Premium-Funktionen sind der Abo-Version vorbehalten.
- Aufnahmematerial: Videoclips von Kamera oder Smartphone, oder eine Bildschirmaufnahme.
- Mikrofon: Für Voiceover reicht ein USB-Mikrofon oder ein Headset. Das eingebaute Laptop-Mikrofon liefert hörbar schlechtere Ergebnisse.
- Zeit: Für ein erstes Tutorial-Video mit Intro, Grafiken und Untertiteln solltest du etwa eine Stunde Nachbearbeitung einplanen.
Ein Erklärvideo erstellen mit PowerDirector

PowerDirector ist ein Allrounder-Videobearbeitungsprogramm mit Zeitleisten- und Storyboard-Modus. Der Funktionsumfang reicht von grundlegenden Schnittfunktionen bis zu Chroma Keying und verschachtelter Bearbeitung. Für Erklärvideos relevant sind vor allem Intro-Vorlagen, Overlays, der Voiceover-Raum und die Untertitelfunktion.
Sehen wir uns die vier wichtigsten Schritte der Nachbearbeitung genauer an.
1. Intro für das Tutorial-Video erstellen
PowerDirector enthält Videovorlagen für Intros in verschiedenen Designs, die sich mit eigenen Texten anpassen lassen.
- Vorlagen öffnen: PowerDirector öffnen und in der oberen Werkzeugleiste Vorlagen auswählen.
- Videovorlage auswählen: Die Vorlagen sind nach verschiedenen Themen geordnet und lassen sich durchsuchen. Die gewünschte Vorlage anklicken und auf die Zeitleiste ziehen.
- Videovorlage anpassen: Durch Doppelklick auf die Titel öffnet sich der Vorlagen-Designer. Hier gibst du eigene Titel und Texte ein. Bei Bedarf lassen sich auch Position, Schriftart und Farbe verändern.


Tipp: Halte das Intro auf drei bis fünf Sekunden. Bei Tutorial-Videos springen Zuschauer sonst weiter, bevor der erste Schritt beginnt.
2. Grafische Elemente verwenden
Mit animierten grafischen Elementen lassen sich wichtige Inhalte betonen oder zusammenfassen. PowerDirector enthält zahlreiche Overlays, die du mit wenigen Klicks in dein Video einbauen kannst, um etwas zu betonen.
- Overlays auswählen: Das Overlay-Symbol in der oberen Werkzeugleiste öffnen. Das gewünschte Element an die entsprechende Stelle in der Zeitleiste ziehen. Die Anzeigelänge kann durch Ziehen von Anfang oder Ende des Overlay-Clips angepasst werden.
- Tipp: Klicke KI-Match an, du erhältst dann automatisch zum aktuellen Videobild passende Overlays angezeigt.

3. Voiceover und Hintergrundmusik
Voiceover sind bei Erklärvideos üblich, um die im Video gezeigten Abläufe zu erklären. In PowerDirector lassen sich Voiceover direkt aufnehmen.
- Sprachaufnahmeraum öffnen: Der Voiceover-Raum wird durch Anklicken Sprachaufnahme in Meine Medien > Aufnehmen.
- Mikrofon auswählen und Audioprofil einstellen: Vor der Aufnahme Mikrofon und Lautstärkeeinstellungen überprüfen.
- Aufnahme starten: Mit dem Aufnahme-Button startet die Aufnahme. Bei Bedarf die Lautstärke regulieren.
- Voiceover in das Videoprojekt übernehmen: Nach abgeschlossener Aufnahme die Stopptaste drücken. Die Audiospur wird automatisch in das Projekt eingefügt und kann dort weiter bearbeitet werden.
- Hintergrundmusik auswählen: Alternativ oder zusätzlich zum Voiceover sind viele Erklärvideos mit Hintergrundmusik hinterlegt. Die Hintergrundmusik befindet sich im Medienraum: das obere Symbol Filmstreifen und Note anklicken und das Menü Hintergrundmusik auswählen.
- Tipp: Senke die Musik unter dem Voiceover auf etwa 10 bis 20 Prozent ab. Sonst wird die Sprachaufnahme unverständlich.


4. Erklärvideo untertiteln
Mit Untertiteln werden Tutorial-Videos auch ohne Ton verständlich und barrierefrei. In PowerDirector kannst du Untertitel automatisch mit KI erstellen. Und so funktioniert's:
- Untertitelraum öffnen: In der oberen Werkzeugleiste Untertitel auswählen.
- KI-Untertitel erstellen und hinzufügen: Wähle die Option KI-Untertitel aus. Deine Untertitel werden automatisch erstellt.
- Untertitel bearbeiten: Überprüfe die Untertitel und passe sie bei Bedarf manuell an. Du kannst auch das Design ändern, klicke dazu auf Einstellungen.


Dies sind die wichtigsten Schritte, um ein Tutorial-Video zu erstellen. Anschließend kannst du dein Video durch Klick auf den Exportieren-Button produzieren und speichern oder direkt online teilen.
Hinweis: PowerDirector wird von CyberLink entwickelt, dem Betreiber dieses Blogs. Der Inhalt dieses Artikels dient der Information über Funktionen, Anwendung und Einsatzmöglichkeiten dieses Produkts. Stand des Tutorials: Juli 2026, PowerDirector 365 Version 24.6.1917.0 unter Windows 11.
Häufige Probleme und wie du sie löst
Falls beim Erstellen deines Erklärvideos etwas nicht wie erwartet funktioniert, helfen meist diese Schritte:
- Der Clip lässt sich nicht importieren: Prüfe, ob das Dateiformat unterstützt wird. Bildschirmaufnahmen mancher Fremdprogramme müssen vorher konvertiert werden.
- Das Mikrofon wird im Sprachaufnahmeraum nicht erkannt: Wähle das Gerät im Aufnahmedialog manuell aus und prüfe die Mikrofonberechtigungen in den Windows-Einstellungen.
- Das Voiceover ist zu leise oder übersteuert: Stelle den Pegel vor der Aufnahme mit einem Probesatz ein, statt die Lautstärke erst nachträglich anzuheben.
- Der Export dauert sehr lange oder bricht ab: Prüfe in den Einstellungen die Hardware-Beschleunigung und aktualisiere den Grafiktreiber.
Erklärvideo erstellen - Häufig gestellte Fragen
Ein Erklärvideo entsteht in vier Schritten: Zielgruppe und Kernaussage festlegen, Material per Kamera oder Bildschirmaufnahme aufnehmen, in einer Videobearbeitungssoftware schneiden und mit Intro sowie grafischen Hervorhebungen ergänzen, anschließend mit Voiceover und Untertiteln fertigstellen.
Es gibt kostenlose Videobearbeitungsprogramme für Erklärvideos. PowerDirector 365 Essential ist kostenlos, dauerhaft nutzbar und enthält Bildschirmaufnahme, Voiceover-Aufnahme und Untertitelfunktion. Stockmedien und einzelne Premium-Vorlagen sind der Abo-Version vorbehalten.
Für Lernvideos werden meist maximal 5 Minuten empfohlen. Plane den Ablauf vor dem Filmen und mache einen Probelauf. Längere Themen lassen sich besser in mehrere kurze Videos aufteilen als in ein langes.
Ein vollständiges Skript ist nicht nötig, ein Stichpunkt-Skript aber sehr hilfreich. Es verhindert Versprecher und Wiederholungen und verkürzt dadurch die Nachbearbeitung deutlich.
Für Software-Tutorials brauchst du einen Screen Recorder. PowerDirector enthält ein Aufnahmemodul, mit dem Bildschirm, Webcam und Mikrofon gleichzeitig aufgezeichnet werden können. Die Aufnahme landet direkt im Medienraum und kann sofort geschnitten werden.

Der CyberLink-Ratgeber ist dein Expertenteam für Bild-, Audio- und Videobearbeitung, KI-Kreationen sowie aktuelle Social-Media- und Beauty-Trends.



